Pöllau

gip-poellau-aktuelles-rechte-spalte_201607312116361.gif

Jedes Kind ist anders – Unser Bild vom Kind

Wenn Kinder zur Welt kommen, sind sie mit vielfältigem innerem Potential ausgestattet. Keineswegs ist ein Säugling ein hilfloses und passives Wesen, sondern es setzt sich aktiv mit seiner Umgebung auseinander. Dieses innere Potential gilt es für uns Pädagoginnen wahrzunehmen, zu unterstützen und als einzigartige Persönlichkeit des Kindes zu stärken. Kinder sind von Anfang an „Akteure ihrer Entwicklung“ wie die Pädagogin Maria Montessori es nannte. Sie setzen sich experimentierend und strukturierend mit ihrer Umwelt auseinander. Dadurch wollen wir das Kind darin bestärken „Baumeister seiner selbst“ (Montessori) zu sein.

Lernen durch Erleben und Erfahren

Wir wollen die uns anvertrauten Kinder auf dem Weg ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten begleiten und unterstützen. Es gibt grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale des Menschen, die wir als Basiskompetenzen bezeichnen. Diese immer weiter zu entwickeln und zu stärken ist das Ziel unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinderkrippe bietet hierzu ein breites Übungsfeld.

Wichtige Basiskompetenzen sind:

Positive Selbstkompetenz:
Unter diesem Begriff versteht man den Aufbau von Selbstwertgefühl, Selbstachtung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Emotionale und soziale Kompetenz:
Das Kind findet in der Krippe Gelegenheit, andere Kinder kennenzulernen und in Kontakt mit ihnen zu treten.  Es lernt sich in andere hineinzuversetzen, eigene Grenzen zu setzen, aber auch die Grenzen anderer zu achten.

Sprachliche Kompetenz:
Die sprachliche Entwicklung des Kindes beginnt schon im Mutterleib. Das Kind kennt die Sprache der Mutter, es nimmt laute und leise Töne wahr und reagiert auf Musik und Klang. Im Laufe seines Lebens durchläuft das Kind individuell verschiedene Stufen der Sprachentwicklung. Diese nennt man Meilensteine, die das Kind in eigenem Tempo erwirbt.

Körpereigene Kompetenz:
„Bewegung  ist die elementare Form des Denkens“ (G. Schäfer)
Die Bewegung ist eine grundlegende Ausdrucksform des Kindes. Es begreift sich selbst, seine eigenen Grenzen und lernt seinen Körper kennen. Die kognitive und sprachliche Entwicklung ist eng mit den motorischen Fähigkeiten des Kindes verknüpft.

Kreativität:
Kreativität und Ästhetik begleitet unser Leben. In der Kreativität kehren wir unser Inneres nach außen und ist somit Ausdruck unserer Persönlichkeit.
Im Kind wollen wir Neugierde, Lust, Zutrauen und Freude am kreativen Tun wecken.

Elementare Musikerziehung:
“Musik ist die Sprache der Seele“
Im Mutterleib nehmen Kinder akustische Reize viel stärker wahr, als optische. Sie unterscheiden Töne, die vertraute Stimme der Mutter und lauschen der Musik. Später haben Kinder große Freude daran Geräuschen, Tönen und Klängen zu lauschen und selbst mit unterschiedlichem Material Töne zu erzeugen. In der Musik können Kinder sich mitteilen und ausdrücken noch bevor sie sprachlich soweit entwickelt sind. Sie fördert Fantasie und Kreativität und insbesondere Singen stärkt die sprachliche Kompetenz.

Kognitive Kompetenz:
In den ersten drei Lebensjahren lernen Kinder so viel und schnell wie sonst kaum mehr. Für die kognitive Entwicklung ist eine gute Verknüpfung der verschiedenen Basiskompetenzen von enormer Wichtigkeit.
So bietet sich in jedem Bereich für Kinder die Möglichkeit, sich über die aktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen Wissen über Zusammenhänge in ihrer Umwelt anzueignen.
Uns ist es besonders wichtig, den Kindern ihren natürlichen Forscherdrang, ihre Neugierde und ihre Lernbegierde zu erhalten. Damit schaffen wir eine Basis auch für späteres schulisches Lernen.

Werte- und Orientierungskompetenz:
Den Mitmenschen mit Achtung begegnen, die Natur wahrnehmen und schützen, kennenlernen des Jahreskreises und seiner Feste.

Gesunde Ernährung:
Die Kinderkrippe ist – neben dem Elternhaus – für Kinder ein zentraler Lebensraum und kann daher einen wichtigen Beitrag zur Ausprägung eines gesunden Ernährungsverhaltens leisten.
Neben der spielerischen Aufbereitung des Themas in der Gruppe sollte auch das in der Krippe erhältliche Speisen und Getränkeangebot gesundheitsförderlich sowie altersgerecht zusammengestellt sein.
Gerade junge Kinder sind für vieles offen und besonders neugierig. Das sind die besten Voraussetzungen, um den Kleinen gesunde Ernährung schon bald häppchenweise näher zu bringen.

 
2018, GiP Gemeinnützige Projekt GmbH
Dietrichsteinplatz 15, 8010 Graz | Telefon: +43 (0)316 / 34 84 48 | Fax: +43 (0)316 / 34 84 48-25 | E-Mail: office@gip.st
IT-Vienna